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 Kartenausschnitt
Der Steppensee liegt zwischen den letzten, östlichsten Ausläufern der Alpen im Westen und dem westlichsten Teil der Kleinen Ungarischen Tiefebene, dem Seewinkel, im Osten. Die Staatsgrenze zwischen Österreich und Ungarn folgt also keinen naturräumlichen Gegebenheiten. Auch aus biologischer Sicht ist das Neusiedler See - Gebiet ein Grenzraum, geprägt von Elementen verschiedener Landschaftsräume: alpine, pannonische, asiatische, mediterrane und nordische Einflüsse machen sich bemerkbar, was zur hohen Artenvielfalt erheblich beiträgt.


Fünf verschiedene Landschaften gehören zum Naturraum Neusiedler See:




Von den ursprünglich weit verbreiteten Eichenwäldern
sind heute nur noch kleine Reste vorhanden
Das Mosaik der Kulturlandschaft

Eichenwälder prägten vor der Besiedlung durch neolithische Kulturen das Landschaftsbild des Seewinkels. Extrem trockene oder salzhaltige Stellen wiesen schon damals geringen oder gar keinen Gehölzwuchs auf. Große Pflanzenfresser hielten vermutlich mehr oder weniger große Bereiche waldfrei und wurden später gewissermaßen durch Herden von Haustieren "ersetzt".

Die Landschaft des Seewinkels wurde über Jahrhunderte hinweg durch menschliche Einflussnahme geprägt. Auf die Rodungen folgten Weidewirtschaft und Heumahd, in späterer Folge Entwässerungsmaßnahmen.



Noch nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in vielen Orten die großen Herden auf gemeinschaftlichen Weideflächen.

Diese Form der Viehhaltung hatte eine lange Tradition: das Nutz- und Jungvieh eines Dorfes (Zugochsen, Kühe, Pferde, Schweine, Schafe, Gänse) wurde jeden Morgen zwischen Gregori (12. März) und Michaeli (29. September) von Hirten auf die dorfnahen Weideflächen und abends wieder in die Stallungen der Besitzer getrieben.