
Der Winter am Neusiedler See kann mit Temperaturen unter -15°C sehr kalt sein, hinzu kommt anhaltender, oft eisiger Wind. Meist bewegt sich das Thermometer aber um den Gefreierpunkt. Was auf den ersten Blick eher unwirtlich
erscheint, hat durchaus seine Reize.
Der Neusiedler See wird jedes Jahr für kurze Zeit zum größten Eislaufplatz Mitteleuropas.

Der Neusiedler See wird im Winter zum größten
natürlchen Eislaufplatz Mitteleuropas

Blässgänse (Anser albifrons)
So streichen Kornweihen und Mäusebussard über die offene Landschaft. Verschiedene Möwen- und Entenarten sammeln sich an den letzten nicht gefrorenen Gewässern. In und um die Ortschaften tummeln sich scharenweise Singvögel, die dem Winter trotzen.

Bartmeise
(Panurus biarmicus)
Auch bei Tieren gibt es solche Dauerstadien, bei vielen Insekten sterben die erwachsenen Tiere im Herbst, aus den überwinternden Eiern schlüpft im Frühjahr eine neue Generation. Manche Arten wie das Ziesel halten Winterschlaf, andere suchen frostfreie Orte auf wo sie ihre Körperfunktionen auf ein Minimum reduzieren.

Rebhuhn (Perdix perdix)
Vögel und Säugetiere die auch im Winter aktiv sind versuchen möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Mit fallender Temperatur steigt der Energiebedarf der notwendig ist um die Körpertemperatur zu halten. Anhaltende Störungen können im Winter also leicht fatale Folgen haben, weil durch Flucht der Energiehaushalt belastet wird und es oft nicht einfach ist genug Nahrung zu finden.

