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GEO-Tag der Artenvielfalt

 

GEO-Tag der Artenvielfalt: 24 Stunden lang entdecken

Bei herrlichem Frühsommerwetter erwarteten die Besucherbetreuer des Nationalparks Neusiedler See - Seewinkel Naturinteressierte, die der Einladung des Umweltministeriums zum GEO-Tag der Artenvielfalt gefolgt waren. Treffpunkt war das Informationszentrum in Illmitz, Schauplatz der Entdeckungen aber drei Stationen in den Teilgebieten des Nationalparks – im Seevorgelände und an der Zicklacke.

Ziel dieses Schwerpunkttages im Rahmen der Kampagne „vielfaltleben“ war es, den Österreicherinnen und Österreichern die Artenvielfalt in der Natur vor ihrer Haustür bewußt zu machen. Quasi als Schaufenster dazu fungierten am 29. Mai die sechs Nationalparke Österreichs, von West nach Ost: Hohe Tauern, Gesäuse, Kalkalpen, Thayatal, Donau-Auen und Neusiedler See - Seewinkel. Möglichst viele Tier- und Pflanzenarten in einem bestimmten Gebiet zu entdecken und aufzulisten gelingt natürlich am besten mit Unterstützung von Experten. Die Exkursionsleiter und Ökopädagogen des Nationalparks hielten sich dabei – wie auch bei allen übrigen Besucherprogrammen – an das Wegegebot im Nationalpark: Beobachtet und entdeckt wurde ausschließlich vom Wegrand aus.

Zielgruppe dieser Aktion waren in erster Linie Tagesgäste und Erstbesucher, schließlich kennen die Stammgäste und Hobby-Ornithologen den Seewinkel und dessen Artenvielfalt gut genug, um eigenständig und in Ruhe ihre Beobachtungen zu machen. Dementsprechend positiv überrascht zeigten sich viele der insgesamt rund 300 Besucher an diesem Tag darüber, was ein Blick durchs Spektiv an Naturwunder offenbart – vor allem, wenn einem jemand wichtige Details und Hintergrundinformation dazu liefert. Naturerlebnis in der weiten Landschaft des Steppennationalparks macht hungrig, also wurde jedem Teilnehmer ein Papiersackerl mit Kostproben von Produkten aus der Nationalparkregion überreicht, was natürlich mindestens so gut kommentiert wurde wie der Blick auf Graugänse, Säbelschnäbler, Stelzenläufer, Löffler, Rohrweihen, Kiebitz, Flussregenpfeifer, Nachtreiher,... weitere ornithologische Highlights waren Seeadler, Weißbartseeschwalben oder Zwergscharbe, anderswo seltene Amphibienarten wie die Rotbauchunke konnten allerorts gehört werden. Ja, wieviele Arten wurden denn insgesamt aufgelistet an diesen drei Standorten?

Harald Grabenhofer und die an diesem Tag eingesetzten neun Besucherbetreuer zogen gegen Abend eine eindrucksvolle Bilanz: 78 Vogel-, 4 Amphibien-, zahlreiche Insekten- und einige Säugetierarten waren ihnen vors Fernglas gekommen, dazu wurden vom Wegrand aus botanische Raritäten wie Salzkresse, Neusiedler See Salzschwaden und Sumpfknabenkraut bestimmt.