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Das Neusiedler See Gebiet ist weithin bekannt für seine Vogelwelt. Sowohl als Brutplatz wie auch als Rastplatz und Winterquartier kommt der Region eine, auch international gesehen, große Bedeutung zu. Es ist weder sinnvoll noch machbar in kurzer Zeit einen Großteil der 320 hier vorkommenden Vogelarten zu sehen oder sogar zu lernen diese zu bestimmen. Im Rahmen dieses Moduls sollen die groben Unterschiede zwischen den einzelnen Artengruppen deutlich gemacht werden. In weiterer Folge werden anhand gebietstypischer Arten verschiedene Aspekte der Anatomie, des Verhaltens und der Lebensweise von Vögeln erarbeitet.

Verhaltensforschung hat viel mit Beobachtung zu tun. Dabei kann man auch Daten über Bestandsgrößen sammeln die dann unter Anleitung des Exkursionsleiters ausgewertet werden. Dieser Teil des Moduls soll einen kleinen Einblick in die Forschungsarbeit im Nationalpark geben. Eine weitere Frage, der man im Rahmen dieses Moduls nachgehen kann, ist, warum Vögel ziehen und welche Vor- und Nachteile das Zugverhalten hat. Lange schmale Flügel gehören normalerweise eher zu einem Vogel der weite Zugstrecken zurücklegt. So kann man von der Anatomie auf ökologische Parameter schließen. Wie Vögel gebaut sind, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten die einzelnen Vogelgruppen aufweisen und was das für die jeweilige Lebensweise bedeutet kann durch Beobachtung und protokollieren erarbeitet werden.

Besonderes Augenmerk soll den verschiedenen Schnabelformen gelten. Welche Schnabelform zu welcher Ernährungsweise passt wird mit praktischen Beispielen leicht verständlich gemacht. Das Federkleid eines Vogels ist ein wichtiges Artbestimmungsmerkmal bei Vögeln. Aber auch Verhaltensweisen und Lautäußerungen können entscheidende Hinweise sein. Mit Hilfe von Quiz- und Lernspielen sollen die TeilnehmerInnen die wichtigsten Vogelarten des Nationalparks kennen lernen.

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