Verhaltensregeln & Beobachtungshinweise

Wenn sich Menschen in freier Natur aufhalten, sind sie immer bis zu einem gewissen Grad ein Störfaktor. Deshalb gelten beim Aufenthalt in der Natur verschiedene Verhaltensregeln, die darauf abzielen, Störungen möglichst gering zu halten. Zusätzlich bleibt mit der Einhaltung dieser Regeln auch für andere Besucher das Naturerlebnis ungetrübt.

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Luftaufnahme Lange Lacke

Im gesamten Nationalparkbereich gilt grundsätzlich das Wegegebot. Das heißt, die gekennzeichneten Wege dürfen nicht verlassen werden. Die Tiere sind daran gewöhnt, dass sich auf den Wegen Menschen aufhalten. Sie werden das an der zum Teil sehr geringen Fluchtdistanz verschiedener Arten, wie zum Beispiel der Graugans, in manchen Gebieten merken. Werden die Wege verlassen, reagieren die Tiere mit Flucht und ein weiteres Beobachten wird für einige Zeit unmöglich. Vermeiden Sie bitte unnötigen Lärm um die Tiere nicht zu stören und sich selbst und anderen den Genuss der Natur in Ruhe zu ermöglichen.

Als weitere Devise gilt, möglichst keine Spuren zu hinterlassen. Nehmen Sie einfach alles, was Sie mitbringen, wieder mit, um den anfallenden Müll entsprechend zu entsorgen. Das Campieren in der freien Landschaft sowie das Errichten von Lagerfeuern ist untersagt. Hunde sollten schon zu ihrem eigenen Schutz an der Leine geführt werden. Ebenfalls untersagt ist das Pflücken von Pflanzen und das Mitnehmen von lebenden oder toten Tieren.

Sehr zu empfehlen ist die Mitnahme eines guten Fernglases und/oder eines Spektivs, auch ein hochwertiges Vogelbestimmungsbuch trägt mit Sicherheit dazu bei, den Spaß an der Vogelbeobachtung zu erhöhen. Bestimmungsbücher und Wanderkarten sind im Nationalpark-Shop im Informationszentrum erhältlich. Acht Nationalpark-Gebietsbetreuer beaufsichtigen das Wegenetz in der Bewahrungszone des Nationalparks. Sie stehen Ihnen auch mit Ratschlägen und, wenn notwendig, mit tatkräftiger Hilfe zur Verfügung.

Beobachtungsplattform Graurinderkoppel

Gute Beobachtungsmöglichkeiten bieten die Hochstände und Aussichtsplattformen des Nationalparks. In der offenen Landschaft des Seewinkels sind die Lebensräume unserer Vogelarten leichter einzusehen als im hügeligen, bewaldeten Gelände. Dennoch bedarf es manchmal einer erhöhten Position um sich einen Überblick zu verschaffen. Vom Nationalpark wurden 13 Hochstände, mehrere Aussichtsplattformen und ein Aussichtsturm errichtet. Dazu kommen zwei ehemalige ungarische Grenzwachtürme, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nach Österreich gebracht wurden und seither einer friedlichen Nutzung - der Naturbeobachtung - dienen. Die an strategisch günstigen Plätzen stehenden Infrastruktureinrichtungen machen es dem Besucher möglich, die Natur mit freiem Blick aus einer Entfernung zu beobachten, die eine Störung der Tierwelt verhindert.